Irgendwie oben, PANTONE

Nie aber hast du den Rand gesehen, nie ihn mal zeichnen oder laufen lassen! Meinen, Pantone! Nie war es leichter einander zu enteilen! Schiebt doch der Wind mit voller Fahrtkraft uns entlang der Platten voneinander ins Geleit da. Schichtet uns zwischen durchsichtigen Wänden. Stemmen einander Atem schwer, leicht vorbei an meiner Schläfe. Die Wand ist ein Spiegel, der dreht sich zu jedem, der fällt nicht um. Die Stadt wächst nach innen, die Wand lacht nach hinten, wir stapeln uns zu vielen voran!
Regent ist nicht der Körper einer Vielen hier ist das Material, das drängt, Pantone!
Man sagt, wenn du dein Gewicht verlagerst, bricht Bewegung Körper aus der Stille. Halten wir uns an, halten wir an uns, wirft der Tag uns müde aus dem Licht. Seit dann Randgänger, die zum Abend hin sich legen zur Stille eines neuen Morgens.  Pscht! Dampft rastlos hier das Außen! Voll Sehnsucht die Glieder, deren Ränder folgen sie und Grenzen sehen sie, der Rand, der das Äußere filtert, das Innere nach außen gibt und strebt und tropft nach unten wie die Luft sich streckt und nach oben zieht. Rand, der formt den Körper rund, der färbt den Schritt – pscht!
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Als ob das Fressen formlos wäre.

Sagten sie, die Entscheidungen! Zu allen Zeiten dürstet Form ohne Abkehr, im Hinterkopf aber wacht Einkehr sehr. Einkehr, das heißt: Übernahme, Verzicht, Verlangen. Eine verkörperlichte Grenze, die ihre Festigkeit aus der Unschärfe des Anderen gewinnt, ganz stromlinienförmig. Einkehr vermag nicht zu erinnern. Wer einkehrt, der bleibt für einen Moment stehen, tänzelt am Rand gelehnt. Überall um ihn herum: Linien, Horizontalen, Vertikalen, nach oben ziehend, seitlich sich dehnend. Einkehr umfasst Form aus der Distanz, bespringt ihre räumlichen Geometrien, Verschränkungen, Seitenarme. Einkehr meint: Sich entscheiden. Räumlich übersetzt: Formen von ihren Rändern aus zu denken, zu betrachten, nicht aber den Akt der Kontemplation, der Reflexion, des sich-Verbindens, für deren Eingang sie steht. // Was dann schimmert, ist nicht so sehr der Fächer, der Formen in ihren Mannigfaltigkeiten ausbreitet. Es ist das Wir, das gefräßig sich in Eindeutigkeit windet, die ganz süßlich schmeckt und bitter tropft, in Form und Raum. Wir, die wir ihren Körper besiedeln, uns nach Äußerlichkeit der Klarheit sehnen.  Kaum unmerklich dabei der Grundsatz: Die Form ist ein kannibalisches Wir, wir eine kannibalische Form, die zur Einsicht uns zwingt. Eins: Der Moment, in dem Raum mit Bedeutung gefüllt wird, kippt Leere in Farbe. Zwei: Dem Moment folgt Einkehr, der zerbricht vor den Spiegeln des verschränkten Ichs!

 

Volumen, A++.

AA+, vielen Dank für Ihr Dasein. Wir haben viel von Ihnen gesehen und freuen uns auf Sie. Bordell.Liebe heißt Sie in unserer zweihundertfünfzigjährigen Firmengeschichte willkommen. Um Ihnen die Reise so angenehm wie möglich zu machen, verweisen wir Sie an die Konstante. [A++, bitte denken Sie daran, Ihre Füße selbst zu tragen. Strecken Sie ihre Beine um neunzig Grad und falten Sie Ihre Hände vertikal. Legen Sie die Stirn in den Nacken und atmen Sie in regelmäßigen Zügen quer]. Bitte gehen Sie nun weiter, das Boot steht schon bereit. [Sehen Sie doch, in den Eckpfeilern rollt die Zeit der Abbruchkanten nahe. Wogen und Atem und eine Hand aus Glas.] A++, werden Sie Teil der großen Bordell.Liebe Familie und entscheiden Sie sich heute noch für eine exklusive Mitgliedschaft mit Premiumvorteil. Verschaffen Sie sich Sichtvorteil und erleben Sie die Überfahrt von unserem einzigartigen Panoramadeck. Bleiben Sie sich treu, A++. [Meerrauschen und Möwenklang]. Liebe Gäste, bitte nehmen Sie jetzt Platz, wir schiffen das Boot gleich aus. [Guten Tag, ich würde Ihnen gerne mein Temperierungsmodell vorstellen. Ich besage, dass wenn wir Körperwärme mit Körperwärme verrechnen, also eine Körperwärme der anderen subtrahieren, zugleich aber die lokale Differenz in Klammern  gesetzt addieren, ein wenig mehr Körperlänge beschneiden und Volumen verdichten, wir Körperhülle nach Körpernutzen auflösen können. Ich möchte das gerne veranschaulichen, wir nehmen den Menschen aus Glas und eine Tafel aus Steinen. Lektion eins:  Wie atme ich richtig, wenn das Boot sich dehnt. Eine Kolportage von J.D. Menzel].

Noema. Nightshift aka Totalreflexion.

In diesem modelartigen Denken schifft sich Bordell.Liebe in den Frachter eine Heimkehr. Sie sagt: Kann nicht glauben, das Wort löst sich auf [gießt in Form nur das, was als Haltung bestritten ward] und verkehrt ganzgestrig. Hinter dem Wind dann Stille. Verlor neben der Drehung rechts den Nautilus [aber selten zerbrach der Himmel an einem Morgen, Noema]! So langsam haben sich Ecken abgeschält [In dem Modell erhebt sich Luft/Ecken atmen aus/Ecken falten Luft/Ecken fallen aus/rund ist die Welt/losgelöst], also versammeln wir uns. Bitte seid dabei [Beschreibt das Wort, grauer Hintergrund, Wand schiebt sich vorbei]. Bordell.Liebe, dein Auftritt bitte. Kann ich kann ich kann ich kann ich die kann ich kann ich kann ich die Worte abziehen kann ich kann ich kann ich Mär entziehen [b kann das nicht!] könnte man könnte man könnte man meinen. Be-be-begeh dich nicht! [Vielen Dank, Bordell.Liebe]. Aber in den hinteren Reihen deiner Demut. Hast du dich da mal gefragt, wer da so sitzt, wer sich in den Sitz presst, wer sich auf dich legt [Fleisch auf Haut, museale Anthropie, totgebraten]. Schließt sich der Augenblick, können wir dich sehen.

Mahlerwerkstatt#11

Rot war die Hoffnung, Gelb die Zuflucht, Grün das Meer. Aber nicht die Wasser des Meeres, sondern andere tauchten Atmen in Blau, eine bestäubte Bewegung, der Luft entwichen, stieß in Stratosphäre, genau dort, wo sie Körper trieben und bliesen in getrübter, voller Sehnsucht satt. Zum Aufbruch! Aufbruch! rollt das Meer an meine Füße. Trät‘ ich hinaus zu elastische Elegien, die sprachen, aber nicht in Worte traten, fänd‘ ich Licht, neben Landrat und Abtei, schlafend vor Apiera. Trät‘ ich hinaus: Licht wär Tundra wär Elegie wär Blau. In Totalreflexion, taucht Spektral in Dreiecke aus weiß. Müßig, wenn Bewegung alles ist, nichts aber bleibt, bewegend. Vor rot und gelb und grün, fast blau.

Der offene Schrei, Hydra.

Hydra sagt: Bin verloren im soeben wo sind die Träume hin.
Hydra wissenschaftlert: Der Mythos in kontrapräsentischer Funktion beglaubigt die Richtigkeit des Vergangenen.
Hydra sagt: iMessage von Hanni, die über mir sitzt: Wenn du etwas siehst und etwas von dir verlierst, sich dein ICH so vor dich legt, dass du die Arme ausstreckst, und hinter dem Blau der Ostwind, der Sommer bald da, die Sonne umschließt den Erdball leise, durch das man die Welt betrachtet, eine Kenntnis, eine Resonanz, weiß, gleißend, rhythmisch auf deiner Hand.
Hydra sagt: Bin Hydra und Aszendent Kopf.
Hydra sagt: Neulich beim Dramaturgen. Die Rechnung ist ganz einfach, sagt der Dramaturg. (Der Dramaturg formt mit seinen Händen ein Dreieck). Wenn du mehr verkaufst, wird’s in der Gesamtmenge günstiger. Wenn du mehr aufführst, wird’s in der Gesamtlänge schöner. Die Aufführungsdichte korreliert signifikant mit der Verweildauer.
Hydra sagt: if you drop too much product, you lose attention
Hydras Monitor sagt: Hydranale 2017. Die goldene Hydra geht an einen Film aus hungary: fully 68 percent say sharing national customs and traditions is very important for being truly hungarian als Wunderhirsch das Team verweist auf den Gründungsmythos der Magyaren als symbol -und weltschaffendes Phänomen —
Hydra sagt: The one thousand year old hungary shows a very homogeneous face in its culture
Hydra sagt: Wie sehr ich Hydrafrau bin. Schon toll was so alles passiert was hier steht.
Hydra sagt: Der Dramaturg spitzt den Finger im Raum, schwitzt: Die Verweildauer darf nicht durch den Ausreißer des dramatischen Kontrapunkte beeinträchtigt werden. WENN DANN NUR DOSIERT.
Geht ab.

Raum im Raum, der fällt.

Im Raum ist ein Fenster, ich schau aus dem Fenster, da ist ein Baum. Der Baum legt sich in meine Hand, meine Hand ist rot, der Baum Feuerholz, stecknadelgroß. Er sagt, wenn ich träume, steigt der Himmel in meinen Kopf, ich steig ab in den Himmel. Dort dehn ich Zeit, der Janus spricht: Der Tag ist ein Traum und der Traum ist ein Tag. Der Tag meine Landschaft. Auf meiner Haut wächst Wasser aus Wolken, das leckst du auf, der Baum: Ein Wasserwolkenschrein. Da leg ich mich rein, schnalze mit der Zunge, wedle mit den Armen, balze. Ich bin ein revoltierender Körper im Universum, ich heiße Feuerholz und brenn in den Wolken.
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Hey, bin in den Wolken, bin auch allein hier. Trag nichts außer Wolken, die Wolke ist mein Herz. Im Herz ist ein Baum, der Baum ist leer, kein Sommer da, was ist Gesellschaft.